Presse-Mitteilungen aus Cloppenburg

27. November 2014

„Erste Hilfe für die Seele“ stützt Überlebende

Krisenhelfer am Unfallort suchen Spender


Jede Woche betreuen die geschulten Helfer die Zeugen schrecklicher Unfälle, trösten Kinder oder überbringen den Angehörigen die schlimmste Nachricht.
Jetzt fehlt ihnen ein neues Fahrzeug für den Einsatz.

Cloppenburg (kre). Den Verletzten helfen die Notärzte und die Rettungssanitäter. Die Not der Überlebenden linderte bis vor 14 Jahren niemand vor Ort. Das hat sich mit der Gründung des Krisen Interventionsdienstes (KID) im Landkreis geändert.

Die inzwischen 54 geschulten Helfer teilten sich allein in diesem Jahr bisher 168 Einsätze: 24 Stunden rund um die Uhr an 365 Tagen. Diese freiwillige und kostenlose Arbeit nennt der Psychologe Ulrich Strickling „Erste Hilfe für die Seele“. Je rascher und intensiver den Betroffenen beigestanden werde, desto eher könnten sie traumatische Erlebnisse verarbeiten, sagt der Therapeut und Mitbegründer des Dienstes, der ohne öffentliche Zuschüsse auskommt — allein unterstützt vom Deutschen Roten Kreuz und vielen Spendern.

Das Tempo der Einsätze könnte bald sinken, denn das einzige Einsatzfahrzeug der Gruppe, ein zwölf Jahre alter Transporter, steht vor der Ausmusterung.
„Das ist nicht nur ein Transportmittel, sondern auch ein Schutzraum“, erklärt der Psychologe: Im Fahrgastraum können Helfer und verstörte Augenzeugen oder Angehörige in relativer Ruhe sprechen, ohne die Hektik der Rettungseinsätze ungefiltert aufzunehmen. Das schwere Zugunglück in Cloppenburg, bei dem ein zwölfjähriger Junge ums Leben kam, hat das auch Außenstehenden klargemacht.

Der neue Kleinbus kostet knapp über 30000 Euro. Gestern ist eine Spendenaktion angelaufen. Gesucht werden kleine und große Beiträge.
Das Startkapital gab die Bürgerstiftung Cloppenburg mit einer Zusage über 5000 Euro. „Wo Not ist zu helfen, darf es nicht am Geld scheitern“, betonte der stellvertretende Vorsitzende Heinz-Georg Kuper. Die Stiftung hofft, dass Firmen, Vereine, aber auch private Spender ihrem Beispiel folgen werden.

Die Kontoverbindung:

Krisenintervention/Notfallseelsorge,
LzO, IBAN: DE 38 2805 0100 0080 4005 34,
BIC: BRLADE21LZO
Stichwort: PSNV

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Weitere Informationen unter:

Alexander Rolfes
info@buergerstiftung-clp.de

 

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