Presse-Mitteilungen aus Cloppenburg

13. August 2013

Rollen tausch: Bürgermeister im Rollstuhl

Aktionstag „Barrierefreiheit in Cloppenburg“


Welche Barrieren es für Behinderte in unserer Stadt gibt, konnte man am Samstag selbst erfahren. Und zahlreiche Bürger nutzten das Angebot.

Cloppenburg (beg). Wie erlebt man Cloppenburg, wenn man als Rollstuhlfahrer unterwegs ist? Wie wirken sich Bordsteine, Kanten und Hindernisse aus? Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese hat diese Erfahrungen am Samstag auf dem Aktionstag „Barrierefreiheit in Cloppenburg“ gemacht.
In der Stadtmitte startete Wiese gemeinsam mit Initiator Boris Guentel eine großflächige Informationsschau, die über das Leben mit Behinderung im Alltag informierte. Dabei zeigte die Veranstaltung nicht nur Probleme auf, sondern bot durch hochwertige Informationsstände auch Lösungen an.

Wer wollte, konnte sich als Nichtsehende auf den Weg machen, einen Gang mit einem Rollator simulieren oder mit dem Rollstuhl einen Hindernisparcours bewältigen.

Bürgermeister Wiese wagte den Rollenwechsel ebenso wie Dr. Aloys Klaus von der Bürgerstiftung Cloppenburg. Vor den Augen gesunder und behinderter Bürger machten sie Erfahrungen mit jenen tückischen Kleinigkeiten, die Bürgern mit Handicap das Leben schwer machen.


Schon vorher hatte Wiese eingestanden, dass gesunde Menschen manchmal „einfach zu blind seien für die Barrieren. Aber er hob auch den guten Willen der Stadtverwaltung und der Bürger hervor: „Barrieren sind kein böser Wille, sondern entstehen oft aus Unwissen.“ Deshalb sei die Stadt froh, einen aktiven und rührigen Behindertenbeirat zu haben, der immer wieder mahne. „Es wäre nicht klug, darauf zu verzichten“, gab Wiese dem Beirat Rückendeckung.

Ausdrücklich dankte Wiese dem Vorsitzenden des Behindertenbeirates, Boris Guentel, für dessen vertrauensbildende Zusammenarbeit. Die Türen stünden offen, so Wiese, und so könne man viele kleine Dinge ohne große Probleme lösen. „Mich hat dieser Tag bereichert, weiter so“, dankte der Bürgermeister dem Bündnis „Barrierefreier Alltag“.

Unterstützt wurde der Aktionstag „Barrierefrei in Cloppenburg“ von zahlreichen Institutionen, wie beispielsweise der Bürgerstiftung, der LzO, den Soziallotsen, der Kreisverkehrswacht oder der Werkstatt für Behinderte. Besonders erfreut war Initiator Boris Guentel jedoch über die Teilnahme des Bürgermeisters. „Der hat eigentlich einen rappelvollen Terminkalender und verschiebt an einem Samstag extra für uns die Teilnahme an einer Familienfeier Das finde ich gut“, lobte Guentel


BILD:
Gar nicht so einfach: Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese stieg am Samstag in einen Rollstuhl und versuchte, auf einem Rundkurs Hindernisse zu überwinden.

FOTO:
Bernd Götting

BERICHT:
Münsterländische Tageszeitung

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Weitere Informationen unter:

Alexander Rolfes
info@buergerstiftung-clp.de

 

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